Forschungsprojekt

Ein Forschungsprojekt zur Detektion von Fluchtbooten

Hinter der Aktion „Fluchtboot“ steht ein Forschungsprojekt an der Universität und  Hochschule Oldenburg. Ziel ist es, die sich in ständiger Seenot befindenden Schlauchboote im Mittelmeer mit Hilfe von Satellitendaten zu finden.

Um der seit Jahren andauernden humanitären Katastrophe im Mittelmeer angemessen zu begegnen, gliedert sich dieses Projekt in eine Reihe gleichgearteter Initiativen ein. Neue Methoden der Geoinformatik und der Fernerkundung sollen entwickelt werden. Die praktische Anwendung wird Search&Rescue Missionen vor Ort unterstützen.

Wie soll das funktionieren?

Mit der Aktion „Fluchtboot“ werden mit einem 12 x 3.5 Meter großen Schlauchboot, das von 121 Menschen zur Überfahrt von Libyen nach Italien verwendet wurde, Satellitendaten gesammelt. Als Testgebiet dient der Müggelsee in Berlin.

Die Ausfahrten sind mit den Überflugszeiten von fünf verschiedenen Forschungssatelliten abgestimmt, welche Daten vom Schlauchboot sammeln. Diese Daten (bildgebende Verfahren verschiedener elektromagnetischer Wellenbereiche, hauptsächlich Radar) bilden die Grundlage für die Forschung mit dem Ziel, eine (semi-)automatische Ortung zu entwickeln.
Um möglichst realistische Situationen zu simulieren, benötigen wir Hilfe von Freiwilligen, um das Boot zu füllen.

Wir sind offen für Anfragen bezüglich Seminar-, Projekt- oder Abschlussarbeiten zu diesem Thema und freuen uns über Mails an info@fluchtboot.de

Was bisher geschah

Seit dem Beginn der Kampagne Ende April finden durchschnittlich alle zwei bis drei Tage Datenaufnahmen statt – meist mit leerem Boot.  Anfang Juni fand dann die erste erfolgreiche Ausfahrt mit einer größeren Gruppe von Freiwilligen statt.

Auf dem Mittelmeer befinden sich meist über einhundert Flüchtende an Bord eines solchen Schlauchbootes. Um diese Situation zu simulieren und damit realitätsnahe Daten produzieren zu können, gilt es nun, das Boot mit vielen Menschen zu füllen. Drei Ausfahrten mit 30 bis 40 Freiwilligen sind daher geplant: